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Entdecke Bad Nauheim - Die KeltenDIE KELTEN

Schon vor 2500 Jahren siedelten die Kelten in Bad Nauheim.

In dieser Zeit entstand mit der Industrie zur Salzgewinnung am Ufer der Usa die größte vorchristliche Produktionsanlage im damaligen Europa.

Der Besitz von Salz war zur Zeit der Kelten gleichzusetzen mit Reichtum und dadurch wiederum mit Macht. Salz war daher das „weiße Gold" der Kelten. Reiche Grabfunde belegen den beträchtlichen Wohlstand der Bevölkerung zur damaligen Zeit: Die Nauheimer Fibel der Kelten, die Münze „Nauheimer Typus", keltische Schwerter und Schildbuckel wurden bei Ausgrabungen der Salzgewinnungsanlagen entdeckt.

In Fundamentgruben von Neubauten und beim Gestalten des Kurparks wurden Feuerstellen und Steinpflaster aus der Zeit der Kelten gefunden.

Mitte des 20. Jahrhunderts stieß man auf zwei große Salinenbezirke: eine „Nordsaline" und eine „Südsaline". Die Salinen spielten zu dieser Zeit sowohl für die Stadt, als auch für die weitere Umgebung Bad Nauheims eine wichtige Rolle.

Die spannende Geschichte der keltischen Salzsieder vor rund 2500 Jahren wird bei geführten Rundgängen und im „Keltenpavillon" am Gradierbau I den Bad Nauheimer Gästen geschildert.

 

BAD NAUHEIMS WEG ZUM HEILBAD

Entdecke Bad Nauheim - Die GradierbautenIm Mittelalter wurde die Salzsiederei nach einer jahrhundertelangen Unterbrechung wieder aufgenommen und in der Folge unter der Herrschaft der Grafen von Hanau technisch weiterentwickelt.

So konnte sich Bad Nauheim im 18. Jahrhundert zu einer der größten und modernsten Sudsalinen entwickeln.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann der Wandel vom Söderdorf zum Kurbad, da man die Heilkraft der neu erbohrten Solequelle erkannte.

Schon 1823 nutzten die Söder die heilende Sole für Kurbäder. 1835 wurde die erste „Sool-Badeanstalt" eröffnet. Nauheim stieg in den folgenden Jahrzehnten zum Weltbad der Belle Epoque für Herz- und Kreislaufkrankheiten auf.

Der anhaltende Heilerfolg bescherte Nauheim bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts eine Bilderbuchkarriere — die Stadt wurde zum führenden Herzheilbad.

Eine Spielbank, ein im englischen Landschaftsstil von Heinrich Siesmayer angelegter Kurpark, und ein Kurhaus mit „Prunksälen" im Neurenaissancestil sicherten der Badestadt ihren internationalen Ruf.

Entdecke Bad Nauheim - Sprudelhof1854 erhielt Nauheim das Stadtrecht und 15 Jahre später die Bezeichnung „Bad" als Prädikat für anerkannte Kurorte.

Prominente Gäste aus dem europäischen Hochadel und dem in- und ausländischen Großbürgertum kamen zur Kur.

An ihrer Spitze Kaiserin Elisabeth („Sissi") von Österreich, Zarin Alexandra Feodora von Russland und die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria.

Ihrem Aufenthalt verdankt Bad Nauheim den Beinamen „Drei-Kaiserinnen-Bad".

Da die bestehenden Badeanlagen zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die steigende Zahl der Kurgäste nicht mehr ausreichten, wurden zwischen 1905 und 1912 der Sprudelhof und die Trinkkuranlage nach den Entwürfen des großherzoglichen Regierungsbauinspektors Wilhelm Jost aus Darmstadt und Mitgliedern der Darmstädter Künstlerkolonie erbaut.

Nach dem Ersten Weltkrieg etablierten sich moderne medizinische Forschungseinrichtungen in Bad Nauheim.

Zudem verliehen die hier kurenden Gäste des Großbürgertums der Stadt ein gesellschaftliches Flair.

Der Zweite Weltkrieg brachte den Kurbetrieb in Bad Nauheim jedoch zum Erliegen. Privathäuser und Hotels wurden nach Kriegsende von den amerikanischen Besatzern beschlagnahmt und für ihre Zwecke genutzt. Erst 1949, vier Jahre nach Kriegsende, beginnt der Kurbetrieb wieder.

 


ZUKUNFT MEDICAL WELLNESS

Entdecke Bad Nauheim - Kerckhoff KlinikNeue, zwischen den 14 Kliniken abgestimmte, ganzheitliche Untersuchungsmethoden und Angebote in der Prävention machen Bad Nauheim einzigartig, weit über Hessen hinaus.

Weltbekannte Sportler, auch Gäste aus Arabien und Russland schätzen sowohl die medizinische Fachkompetenz, wie auch das Flair des Kurparks, des Jugendstils und der Gradierbauten.

In Zukunft werden die Wellnessangebote für den Gast verstärkt im Mittelpunkt der Aktivitäten in Bad Nauheim stehen.

Die sprunghaft ansteigende Zahl der Kurgäste Anfang des 20. Jahrhunderts machte es notwendig, dass die Badeanlagen der Kurstadt erweitert werden mussten.

So entstand zwischen 1905 und 1912 unter Leitung des Baumeisters Wilhelm Jost der Sprudelhof — die größte geschlossene Jugendstilanlage Europas.

Entdecke Bad Nauheim - SprudelhofDer Großherzog Ernst Ludwig unterstützte das Vorhaben großzügig und so konnten neben dem Sprudelhof das Fernheiz- und Elektrizitätswerk östlich des Bahnhofs, der Konzertsaal im Kurhaus und die Trinkkuranlage gebaut werden.

Bei der Planung und Ausführung der Bauten genoss Jost große künstlerische Freiheit und so entstanden die eindrucksvollen Gebäude der Badeanlage im Neubarock verziert mit einfallsreichen Jugendstilornamenten.

Für die Umsetzung der Entwürfe sorgten der Keramikkünstler Jakob Schalvogel und andere Künstler in Zusammenarbeit mit der Großherzoglichen Keramik-Manufaktur, die einmalige Fensterornamente und Wandbilder schufen. Die Schönheit und die Harmonie der Räume sollten die Wirkung der Badekur unterstützen.

Eigens dafür angefertigte Wandfliesen, Lampen, Badewannen, Türklinken, Farbverglasungen und Fußleisten sind durchdachte Details eines Gesamtkunstwerkes, die beruhigend auf die Stimmung der Entspannung suchenden Gäste einwirkten.

Entdecke Bad Nauheim - TrinkkuranlageAuch heute noch begeistert der Sprudelhof nicht nur die Badegäste, die in den Wannen aus australischem Hartholz das mit natürlicher Kohlensäure versetzte 33°C warme Mineralwasser genießen.

Die flanierenden Bewunderer der Kunstwerke Wilhelm Josts und des Bildhauers Heinrich Jobst kommen hier ebenfalls auf Ihre Kosten.

Die Schmuckhöfe der Badehäuser laden zum Ausruhen in reizvoller Atmosphäre ein.